[German] Die vierte Industrielle Revolution und der Sextäre Sektor

[German] Die vierte Industrielle Revolution und der Sextäre Sektor

Im Bereich der neuen Technologien, haben wir selten den Blick für das Gesamtbild.

Investitionen entstehen zumeist aus dem gleichen Grund: Der Wunsch nach Profit.
Wir entscheiden uns, Geld in eine Technologie wie IOTA zu investieren und erwarten ein hohes ROI, “Return of Investment”.

Bei dieser Entscheidung befinden wir uns auf einer persönlichen Handlungsebene.

Betrachten wir die Metaebene dieser Technologie und betten sie in die Historie ein, so zeichnet sich ein Bild mit größerer Tragweite ab, das mehr als nur ein großes ROI verspricht.

Es folgt ein Exkurs, der die Geschichte der Industrialisierung anschneidet um diese Tragweite zu verdeutlichen. Halbwahrheiten inbegriffen.


In Westeuropa, Mitte des 18. Jhdt. beginnt mit der Gründerzeit die raue Zeit der Industrialisierung(en). Diese Transformation von Manufakturen zu Großunternehmen soll bis ins 20. Jhdt. anhalten.

Noch ist ein großer Teil der industriellen Landschaft im primären Sektor einzuordnen. Vornehmlich Bergbau, Landwirtschaft, Handarbeit.

Zahllose Unternehmen entstehen, die das Handwerk industrialisieren und in größerem Umfang produzieren. Nahezu alle Städte in Deutschland wachsen. Besondere urbane Agglomerationen finden sich im Ruhrgebiet, in Baden-Württemberg und im Sachsendreieck.

Europa insgesamt, unterliegt einer rasanten Entwicklung. Alte Stadtmauern werden geschliffen, Zugstrecken gebaut, Firmen errichtet. Durch die gewaltigen Unternehmungen werden beinahe alle verfügbaren Arbeitskräfte genutzt, ohne humane Arbeitsbedingungen zu gewährleisten. Mietskasernen, Schlafgängertum, und katastrophale hygienische Bedingungen sind der Alltag, denn die Städte sind noch nicht funktional aufgeteilt, sodass Arbeiter, Firmen, Bäcker und Schulen chaotisch nebeneinander liegen. Der ökologische Umgang mit der Umwelt ist darüberhinaus praktisch nicht vorhanden.

Städtebauliche Planungen, sowie die Bildung von Gewerkschaften sind die ersten Anzeichen von Verbesserungen.

Am Beispiel Berlin lässt der Hobrecht Plan (1862) vermuten, dass die erste industrielle Revolution(Wasser- und Dampf- Mechanisierung) und zweite industrielle Revolution (Massenfertigung mit Fliesbändern und elektrischer Energie) zwar auf dem Rücken der Arbeiterklasse verläuft, am Ende jedoch in einer aussichtsreichen Position für weiteren Fortschritt mündet. Neben den technologischen Errungenschaften setzen sich auch Verbesserungen der Wohnbedingungen und Menschenrechte durch.
Ein ähnliches Bild zeigt sich in Paris, in Barcelona, in Madrid und in London.

Als Folge der Industrialisierung verstärkt sich die Urbanisierung, in Europa zeichnet sich eine klare Land -> Stadt-Wanderung ab.

Der erste Sektorenwandel von der Urproduktion hin zur Produktion ist deutlich erkennbar.

Ausserhalb der westlichen Welt kolonialisieren die Industriemächte viele Länder in Afrika und Asien und verursachen ökologische und sozialen Kollateralschaden, nur um die fortlaufende Industrialisierung mit Rohstoffen zu befeuern. 

Betrachtet man nun die industriellen Strukturen der westlichen Welt losgelöst von historischen und politischen Eckdaten wie WK I und WK II und all ihren Folgen, so lässt sich dennoch sagen, dass ein Strukturwandel der Wirtschaftssektoren in Industrienationen unabdingbar ist.

Einhergehend mit diesem Wandel ist ein sich abzeichnender Anstieg der Lebensqualität der Menschen in diesen Ländern.

Mai 1941 wird der erste digitale Großcomputer erfunden. “Zuse Z3”. Diese Innovation bleibt der breiten Masse jedoch noch drei Jahrzehnte vorbehalten.

In den Jahren 1950 bis 1963 nimmt die Industrieproduktion noch um 180 Prozent zu, “Made in Germany” wird geboren, der Konsum steigt und nahezu alle Gesellschaftsklassen profitieren. “Das Häuschen im Grünen” wird zum Audruck der nun umgekehrten Stadt->Landflucht, denn das familiäre Wohnen im Eigenheim in Naturnähe wird wieder zum Ideal.

Zu dieser Zeit erlebt die Dienstleistungsgesellschaft einen großen Anstieg. Vertreter, Versicherungen, Hypotheken kommen auf.

Ende der 60er Jahre entstehen die ersten Halbleiter- und Computerhersteller wie Applied Materials, Microsoft, Apple, Intel und AMD.

Die Elektritizät und Computertechnik der dritten Industriellen Revolution (digitale Revolution) verändert das Leben der Menschen auf globaler Ebene bis heute.

Die Errungenschaften des Fortschritts sind ubiquitär, überall nachweisbar, denn der technologische Fortschritt schlägt sich in jeder Disziplin nieder.
Neben infrastrukturellen Ausbauten ermöglicht die Digitale Revolution kurze Kommunikationswege in jedes Land der Erde.

Wir sind nun im Zeitalter der Globalisierung angelangt.

Die Industriestruktur der westlichen Mächte vollzieht einen weiteren sektoralen Wandel hin zu einer Dienstleistungsgesellschaft des tertiären Sektors.
Auch der quartäre Sektor mitsamt Banken und Finanzdienstleistungen wächst, während der primäre und sekundäre Sektor in der westlichen Welt abnimmt.

In Deutschland gestaltet sich daher das Sektorenmodell nach Fourastié wie folgt:


Von diesem historischen Exkurs möchte ich auf eine Karte der Wirtschaftssektoren der Länder schließen und folgende Fragen einleiten:
Wieso zeige ich diese bekannten Daten? Was hat das mit IOTA zu tun?

Nun. Es ist hinlänglich bekannt, dass wir trotz der größtenteils durch Dienstleistungen strukturierten Industrie, in entwickelten Ländern, mit produzierten Gütern leben. Diese Länder sind in der Karte mit weiß gekennzeichnet.

Der Produktionssektor hat sich also in produzierende Länder verschoben (Meist dunkel grau und hellgrün). In diesem Fall besonders Asien, also China, Indien, Bangladesch.

Da auch diese Länder einem sektoralen Wandel unterliegen und auf gutem Weg in eine Dienstleistungsgesellschaft sind, wird die Produktion um ein weiteres, in noch günstiger produzierende Länder ausgelagert, Afrika und Teile Westasiens (Dunkelgrün).

Wir beobachten also einen Wandel von Wirtschaftssektoren, der auf globaler Ebene einer Richtung folgt. Je reicher  und fortschrittlicher ein Land, desto mehr bestimmen Dienstleistungen die Wirtschaftskraft.

Folgen wir diesem Wandel, so kommt man zu dem Schluß, dass auch produzierende Länder in Afrika in absehbarer Zukunft, zu Dienstleistungen übergehen werden, doch es stellt sich die Frage: Es gibt nach Afrika keine günstigeren Gebiete mehr, wohin also verschiebt sich dann die Produktion?

Man könnte bei der momentan vorherrschenden demographischen Entwicklung davon ausgehen, dass Europa durch fehlende Neugeburten ein wirtschaftsschwacher Standort werden kann und somit in dieses Raster fällt.
Da wir allerdings bereits in entwickelten Strukturen Leben, ist aber eher davon auszugehen, dass das oben genannte Modell des Strukturwandels erweitert wird.

Betrachtet man nämlich die aktuellen Entwicklungen zum Thema Automatisierung, Blockchains, Internet of Things, so ergeben sich Möglichkeiten aus der scheinbaren Not eine Tugend zu machen.

Heute befinden wir uns bereits im Zeitabschnitt der vierten industriellen Revolution, eine Entwicklung, bei welcher die industrielle Produktion durch Vermischung mit digitalen Technologien verbessert werden sollen.

Die Begrifflichkeit “Internet der Dinge” erklärt dabei möglicherweise einen neuen Sektor, der das oben genannte Modell des Strukturwandels durchbricht.

Da der quintäre Sektor spielerisch der Entsorgungswirtschaft vorbehalten ist, nehme ich mir die Freiheit und wende den sechsten Sektor für die automatisierte Industriegesellschaft an.

Die Wirtschaft der autonomen Produktionsstrukturen, der Taxierung von Robotern und des universellen Grundeinkommens: der “sextäre Sektor”

Wie Dr. Carsten Stoecker beschrieben hat, können autonome Maschinen ganze Industriezweige spalten und Arbeitsplätze bedrohen. Diese autonomen Ansätze sind bereits in Planung, man erinnere sich an Googles Forschungen an autonomen Fahrzeugen im Verkehr oder Innogys Bemühungen.

Wenn man diese Entwicklung also weiterdenkt, liegt es durchaus im Bereich des Möglichen, dass in wenigen Jahren ganze Wirtschaftsstandorte durch die Robotik und Automatisierung verändert werden.
Doch wie soll dann die Wirtschaft funktionieren?

Das Besteuern der Arbeit dieser Roboter stellt eine gute Möglichkeit dar dieses Defizit auszugleichen. Denn wenn Roboter anstelle von Menschen arbeiten, muss ein Steuersystem eingesetzt werden, welches die Steuern der arbeitstätigen Menschen ausgleicht und die Maschinen anstelle der Menschen versteuert.

IOTA kann hier durch die Zusammenarbeit mit fiskalen Behörden eingesetzt werden um diese vierte Industrielle Revolution hin zum sextären Sektor zu bewerkstelligen.

Durch die Vorzüge dieser dezentralisierten, fälschungssicheren, blitzschnellen Technologie ermöglichen wir den Maschinen eine Bezahlmöglichkeit, die ein Bargeldloses taxieren ermöglicht, ohne Transaktionskosten erheben zu müssen. Der Staat nimmt Steuergelder direkt, ohne Umweg ein.

Zu Beginn der Industrialisierung dienten viele Menschen wenigen.  Durch das Erbe der zweiten und dritten industriellen Revolution sind wir erstmal in der Lage eine industrielle Revolution selbst zu benennen und auszurufen, im Voraus, nicht im Nachhinein! Das Ziel muss sein, dass an alle gedacht ist.

Ich schließe also den Kreis zur Einleitung und stelle fest, dass die Investition in IOTA nicht nur dem ROI dient, sondern ganz nebenbei dem strukturellen Wandel der Industrie zu Gute kommt, der die Probleme der nahen Zukunft egalisieren kann.

Dieser Schritt ist ein Schritt im Sinne der Globalisierung, denn er ermöglicht der Menschheit in ein Zeitalter einzutreten, dass das Leben in den Vordergrund stellt.

 

 

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